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Dies ist die Einleitung zum Goldenen Buch Castrum Brigantiums, gefechst a.U.146 durch Ritter Hammerfest der Universale. Es beinhaltet derzeit die Einträge vom 09. im Eismond a.U.77 bis zum 05. im Lenzmond a.U. 145.

Anmerkungen des Restaurators

Dieses aus drei Bänden mit 562 Seiten bestehende Goldene Buch des gar ehrwürdigen Reyches Castrum Brigantium wurde neu gefechst anno Uhui 146 (profan 2005) durch den Ritter HAMMERFEST der Universale.

Die alten, gar gräulichten, größtenteils unleserlichen Pergamente in fremden Schriften und unverständlichen Idiomen der wilden germanischen Alpen- und Voralpenstämme ebenso wie jene in pannonischen Dialekten wurden in eine lesbare Form gebracht und mit einem 37 Seiten umfassenden Quellen- und Sachregister versehen.

Viele alte Fehler konnten korrigiert und eine bedeutende Zahl neuer hinzugefügt werden! Mit Fußnoten wurde versucht, Kurioses und seinerzeit Aktuelles zu erläutern; handschriftliche Fechsungen und handschriftliche Notizen auf solchen wurden in Handschrift wiedergegeben.

Zum Gebrauch mittels einer neuzeitlichen Denkmaschine wurde auch eine CD angefertigt, die sich am Ende des 3. Bandes befinden sollte, wenn sie der letzte Benutzer wieder an der vorgesehene Stelle verwahrt hat.

Viel Spaß und Erfolg bei der Benützung dieser Sammlung wünscht Euch mit donnerndem LULU

Ritter Hammerfest

Prolog

Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass Menschen jeg-licher Rasse und Hautfarbe unterschiedslos alles nur tun, sagen oder schreiben um ihrer selbst willen oder um den gegenwärtig Einflussreichen und Mächtigen oder auch den Göttern (Herrlichkeiten) zu gefallen – aus reinem Egoismus also.

Die Mächtigen (Amtsträger) sind jedoch Sassen, genau wie wir – sie sind von uns durch nichts unterschieden, denn sie hassen und lieben, begehren und verachten, sind überglücklich oder bitter enttäuscht, sind herzensgut oder abgrundtief schlecht, sind fähig oder unfähig – genau wie wir.

Wohl besitzen sie die Macht und den Einfluss, ihre Begier-den zu stillen, ihre Eitelkeit zu befriedigen, ihren Ängsten zu entfliehen, zu verlangen, was sie gerade begehren – aber diese Macht bewahrt sie nicht vor Enttäuschung, Isolation und dem unstillbaren inneren Verlangen nach besserem, anderem und nach mehr. Sie sind nur Menschen, den anderen Sassen gleich. Es ist eitel Geschwätz, dass die Wahl in ein Amt einen Sassen verändert; nein, sie zeigt nur seinen wahren Charakter.

Alles, was geschrieben, gesagt oder getan worden ist, wurde im Hinblick auf die Mächtigen, Herrschenden, Einflussreichen, getan, gesagt oder geschrieben. Sei es, um ihnen zu schmeicheln oder aber, um Menschen dazu zu verleiten, an Dinge zu glauben, die nie geschehen sind oder daran zu glauben, dass alles anders geschehen sei, als es in Wirklichkeit geschah oder daran zu glauben, dass der Beitrag des einen oder anderen zu den Geschehnissen größer oder geringer war, als er in Wirklichkeit gewesen ist. Dies meine ich, wenn ich behaupte, dass alles hier Geschriebene der Menschen oder auch der Götter wegen niedergeschrieben worden ist.

Geschrieben am 31. im Heumond a.U. 146
Hammerfest der Universale